Dies ist das Archiv für den
20. März 2007.

Jugendschutz: Muss die Bibel auf den Index?

Abgelegt von Kris unter Jugendschutz am 20.03.2007

Die “blutige[…] Abrechnung eines gescheiterten Erfurter Abiturienten mit dem Schulsystem und seinen unmittelbaren Repräsentanten”, der Slogan vom “Zusammenwachsen von Internet und Fernsehen” und mangelnde Medienkenntnisse in Ministerien führten 2003 zu einer erheblichen Verschärfung des Jugendschutzrechts. Auch die sogenannte “Killerspieldebatte” nahm in Erfurt ihren Anfang.

Das deutsche Jugendschutzrecht ist unter den demokratischen Rechtsstaaten mit Abstand das strengste. Derzeit wird es im Auftrag der Jugendministerien und Staatskanzleien evaluiert, wobei die “Problematik gewalthaltiger Computerspiele” einen Schwerpunkt einnimmt. Im Herbst 2007 sollen die Ergebnisse der Evaluierung feststehen. Das Jugendschutzrecht unterscheidet zwischen “Jugendgefährdung”, “Entwicklungsbeeinträchtigung” und “Erziehungsbeeinträchtigung.” “Jugendgefährdendes” soll indiziert, “Entwicklungsbeeinträchtigendes” nach § 5 des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages durch eine Einschränkung der Verbreitungszeit beziehungsweise durch “technische oder sonstige Mittel” für Jugendliche unzugänglich gemacht werden. weiterlesen »


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