Spielentwickler drohen mit Abwanderung ins Ausland

Sollte es zu einem Totalverbot der sogenannten Killerspiele kommen, kündigen deutsche Hersteller an, ins Ausland abzuwandern. Der Gesetzesvorschlag von Bayern und Niedersachsen stößt bei den Entwicklern auf Unverständnis.

“Es gibt einige Entwickler, die bereits überlegen, wegen der schlechter werdenden Rahmenbedingungen ins Ausland zu gehen”

Auch die Vertreiber der Spiele haben große Bedenken gegen eine Verschärfung des Jugendschutzes. “Sinnvolle Regeln zum Jugendschutz begrüßen wir”

Quelle: 19.02.07 Spiegel.de

Tja und damit wandert dann die nächste Branche ab ins Ausland, produziert da weiter und was hat es gebracht? Die Spiele werden weiterhin gespielt und sind beliebter als je zuvor … und der deutschen Wirtschaft ensteht ein großer Schaden, wie schon durch die Abwanderung der Erotik-Branche ins Ausland. Anstatt mal wirklich zu überlegen, wie man den Jugendschutz sinnvoll umsetzen kann, den Jugendlichen Alternativen zu bieten, dass diese gar nicht erst den Bedarf an solchen Spielen haben, wird mit Verboten gedroht und im Zeitalter des Internets ist es ja sowieso nicht schwer an verbotene Spiele oder auch an Pornografie heranzukommen. Sinnlose Debatten werden ausgetragen, wo ich glaube, der Handlungsbedarf in der Politik bei ganz anderen Sachen liegt, denn diese Spiele wird es immer geben und wie oben bereits erwähnt, sollte man den Kindern und Jugendlichen eher Zukunftsperspektiven liefern, sinnvolle Freizeitmöglichkeiten als darüber zu diskutieren, was sich sowieso nicht ändern lässt.

1 Kommentar zu “Spielentwickler drohen mit Abwanderung ins Ausland”

  1. smyle

    Obwohl ich eben aus dem “Ausland” komme, wo die Rechtslage noch um einiges “entspannter” ist, kann ich mich den Worten von Kris nur mit lautschallendem Beifall anschliessen. Es wird immer nur alles “verboten”, doch ist es nicht so, wie bei Krankheiten, dass diese auch nur heilbar sind, wenn man den Ursprung bekämpft? Ich will die Szene überhaupt nicht als Krankeit einstufen ;) Will nur damit sagen, ewig Verbote auszusprechen wird erstens nur Unübersichtlicher als es jetzt schon ist und weiters, ich denke mal an meine Jugend zurück, lag doch erst im “Verbotenen” das wahre Interesse :) . Hier bedarf es mal wirklich an fundamentierter Aufklärungsarbeit, den Jugendlichen wieder Zukunftsperspektiven schaffen.
    Bin also absolut auch der Meinug, dass Jugendschutz betrieben werden muß, aber nicht in dieser Art und Weise der jetzigen Tendenz. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung ;)

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